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Ursula Flink - http://www.irish-cob.de/
Ursula Flink - http://www.irish-cob.de/

Irland

Reiten und Fahren

je nach Sektion von 128 cm bis 170 cm

alle Farben sowie Rapp- und Buntschecken, keine Albinos

Ursprung

Die Rasse Irish Cob (IC) ist eine sehr alte irische Pferderasse, die ursprünglich von den travelling people (= das fahrende Volk) gezüchtet wurde.

Zuchtgebiet(e)

Allgemeines zur Pferderasse

Der Irish Cob ist kompakt und kraftvoll, üppig in Muskulatur und Knochen und erfüllt bisher die Fähigkeit eines guten Allzweck – Tieres. Einige Irish Cobs sind gerne „stämmiger“ als andere. Der Irish Cob ist gut ausbalanciert und proportioniert, steht aufrecht und quadratisch und bietet eine stattliche Erscheinung.

Exterieur

Der Irish Cob wird in den folgenden Sektionen gezüchtet:

 Oberlinie

Der Kopf, der stolz getragen sein sollte, sollte zu einem kraftvollen und gut angesetzten Hals weiterführen. Der Hals sollte fließend in einen guten Widerrist übergehen und am Rückenanfang enden (dieses Merkmal sollte besonders bei Hengsten ausgeprägt sein). Der Rücken, der kurz und gerade sein sollte, sollte sachte zu einer gut bemuskelten Kruppe ansteigen (der Rücken, Knochen / Rückgrat oder die Hüftknochen sollten nicht sichtbar sein). Die Kruppe, die relativ hoch und großzügig ist, sollte beide Kruppenmuskel gut betonen. Der obere Teil der Hinterbeine mit dem Rückenstück sollte außergewöhnlich gut bemuskelt, breit und üppig sein. Der Winkel des Rückgrates von der Kruppe zu dem Schweif sollte sachte und nicht übertrieben absteigen. Dies erlaubt einen hohen, gut angesetzten Schweif und trägt zu einer gut gerundeten Hinterhand bei. 

Knochen

Irish Cobs werden entweder in „middle weight horses“ (= Mittelgewicht) oder „heavy weight horses“ (= Schwergewicht) unterteilt. Dies hängt mit dem Durchmesser des Röhrbeins zusammen. Einige Zugeständnisse können bei dem Knochenmaß nur für Stuten und Wallache gemacht werden. 

Bewegung

Irish Cobs mit ihrer einzigartigen Aktion, ihrem luxuriösem Langhaar und Fesselbehang und der großen Skala der verfügbaren Farben, präsentieren einen schönen und vielseitigen herrlichen Anblick, besonders in der Bewegung, wenn sie gut hervorgebracht sind.

Kopf

sollte gerade, gutaussehend und in Proportion zu dem restlichen Pferd stehen. Die Stirn sollte breit und das Maul, der Kiefer und die Ganaschen sollten großzügig sein.

Maul 

sollte einen gleichmäßigen Biß haben, kein Überbeißer oder ähnliches.

Augen 

sollten dunkel in der Farbe, kühn, wach und gut auseinander liegen. Pferde mit einem ungewöhnlichen Anteil an weiß im Auge, in der Iris, werden nicht zur Zucht zugelassen. Pferde mit Fisch- und Glasaugen zeigen einen weißen bis bläulichen Farbton der Iris auf – es können aber auch einzelne  Flecken auftraten. Es ist nur die Iris betroffen. Der Grund ist häufig ein Mangel an Pigment im Auge.

Ohren 

sollten deutlich / klar und gut angesetzt sein – nicht zu groß oder zu klein.

Hals 

sollte kompakt, aber nicht zu kurz sein. Der Hals sowie der  Mähnenkamm sollten großzügig bemuskelt sein (insbesondere bei Hengsten).

Schultern 

sollten gut bemuskelt, kraftvoll und schräg sein.

Widerrist 

sollte von mittlerer Ausprägung und Höhe sowie ausreichend mit Muskeln und Fleisch umgeben sein.

Brust 

sollte kraftvoll, gut bemuskelt und nicht zu breit oder schmal sein.

Rücken 

sollte kurz, kräftig, und deutlich muskuliert zur Kruppe hin leicht bergauf ansteigend sein.

Hinterhand 

Die Hinterhand sollte sehr großzügig, gut gerundet, breit und kraftvoll mit einer gut bemuskelten relativ hohen Kruppe sein. Hohe Kruppe heißt nicht, daß das Pferd überbaut ist. Die Oberschenkel sollten gut bemuskelt, lang genug und passend zu den starken, steilen Sprunggelenken sein. Die gesamte Hinterhand sollte über einen guten Knochenbau und eine gute Muskulatur verfügen.

Rumpf 

sollte kurz und kompakt mit tonnenförmigen Rippen sein. Eine ausreichende Gurtentiefe sollte vorhanden sein.

Vorderbeine 

sollten kraftvoll und nicht zu kurz sein. Die Unterarme sollten eine gute Länge haben und gut bemuskelt sein.

Vorderfußwurzelgelenke 

sollten gut entwickelt und großzügig dimensioniert sein, aber im Gleichgewicht mit den Proportionen des Pferdes stehen.

Fesselgelenke 

sollten zu den anderen Gelenken in Kraft, Größe und Körperbau passen.

Fesselbein 

Sollte auch genügend Knochen haben und nicht zu lang sein. Zu steile oder übermäßig gewinkelte Fesselbeugen sind ein Mangel.

Hufe 

sollten gut geformt, ordentlich und fähig sein, den Rahmen des Pferdes ohne Probleme zu tragen.

Fesselbehang 

Der Fesselbehang ist ein charakteristisches und dekoratives Merkmal der Irish Cob Zucht. Dies fällt besonders bei den schweren Irish Cobs auf. Jedoch, kann der Umfang des Fesselbehangs beträchtlich variieren, besonders im Fall des mittelschweren Irish Cobs.

Mähne und Schweif 

Die Mähne und der Schweif sollten voll und zu einer ordentlichen Länge gewachsen sein.

Farben 

Erlaubte Farben:

Nicht erlaubte Farben:

Beachte:
Sind weiße Körperzeichnungen vorhanden, so bezeichnet man die Irish Cobs entweder als „piebald“ (= Rappschecke) oder „skewbald“ (= alle anders farbigen Schecken außer Rappschecken). Diese Irish Cobs werden als „Coloured Irish Cobs“ (= bunte Irish Cobs) bezeichnet. 

Farbstandard für „Coloured Irish Cobs“

Piebald = Rappschecken sind  schwarz mit weißen Körperzeichnungen

Skewbald =Buntschecken sind  alle anderen Farben (inklusive Grau- und Rotschimmeln) mit weißen Körperzeichnungen. 

Definition des Coloured Irish Cob: 

Ein Coloured Irish Cob ist ein Tier, das einige weiße Körperzeichnungen auf seiner Körpergrundfarbe enthält. Die weißen Körperzeichnungen bedecken oder verdecken einiges der Körpergrundfarbe. Der Umfang des Körperweiß kann von einem kleinen weißen Abzeichen bis zur beinahe totalen Bedeckung oder Verdeckung der Grundkörperfarbe variieren.

Der Anteil des Körperweiß wird geschätzt und in Prozenten der gesamten Körperfläche ausgedrückt mit Ausnahme der weißen Zeichnungen an den folgenden Stellen:

Kopf 

Abzeichen am Kopf wie bei einfarbigen Pferden oder Ponys. Die typischste Färbung eines Irish Cob Kopfes ist einfarbig mit einer weißen Blesse.

Beine 

Abzeichen am Bein sowie weiße Stellen über dem Vorderfußwurzel- und dem Sprunggelenk bis hin zum Ellenbogen oder Knie

Bauch und Unterseite 

bei weißen Zeichnungen, die sich in dieser Fläche befinden, wird von „splash“ (= Tupfen, Fleck) Zeichnungen gesprochen. Sie sind keine weißen Körperzeichnungen.

Mähne und Schweif 

können weiß oder teilweise weiß sein. 

Coloured Irish Cobs werden entweder als „Flashed“ (Anm. der Übersetzerin: flash = Aufblinken, Blitzen) oder „Overlaid“ (Anm. der Übersetzerin: overlay = überziehen, belegen, verkleiden) beschrieben abhängig von dem Prozentsatz des Körperweiß.

Flashed =   alle Farben inklusive Grauschimmeln und Rotschimmeln mit weißen Körperzeichnungen bis 50 %. 

Beträgt der Anteil der weißen Körperzeichnungen eines Coloured Irish Cob 50 % oder weniger,  werden diese Tiere als „Flashed“  bezeichnet. Diese weißen Körperzeichnungen dienen als Farbunterbrechungen und sollten „flashy“  (= auffallend) sein und einen deutlichen Kontrast zu der Körpergrundfarbe bilden.  Enthalten die weißen Körper-„flash“-Zeichnungen „spots“ (= Tupfen, Punkte, Flecken), „blotches“ (= Flecken, Kleckse) oder „rosettes“ (= Rosetten) der Körpergrundfarbe kann der Effekt der Farbunterbrechung zerstört werden.

Overlaid =   alle Farben inklusive Grauschimmeln und Rotschimmeln mit weißen Körperzeichnungen über 50 %. 

Übersteigt der Anteil der weißen Körperzeichnungen eines Coloured Irish Cob 50 %,  werden diese Tiere als „Overlaid“  bezeichnet. Diese Beschreibung wird aus Zweckmäßigkeit verwendet, wo die weißen Körperzeichnungen vorherrschend sind und den Anschein geben, daß die Grundkörperfarbe auf einen weißen Körper aufgetragen worden ist. „Spots“, „blotches“ oder „rosettes“ der Grundkörperfarbe können das Aussehen von „Overlaid“ – Tieren verbessern und die Entfaltungsmöglichkeit für eine größere Vielfalt von attraktiven Farbmustern geben. 

Bewegung und Aktion 

Im Trab ist eine gute hohe Vorhandaktion aus der Schulter heraus wünschenswert, um die typische Irish Cob Aktion zu erreichen. Das gilt auch für den Schritt, wenn er diese Aktion zeigt, bietet er besondere Ausstrahlung und Stil, welcher eben den schwereren Tieren eine „leichte“ Erscheinung in der Bewegung gibt.

Einige Irish Cobs neigen dazu ihre unteren Vorderbeine ein bißchen zu jeder Seite  leicht zu paddeln, wenn sie traben. Dieses leichte Paddeln sollte nicht mit „bügeln“  verwechselt werden. Bügeln ist ein Mangel. Solange das Paddeln gleichmäßig bei beiden Vorderbeinen und nicht zu übertrieben auftritt, wird es als ziemlich typisch und akzeptabel betrachtet.

Die allgemeine Bewegung und Aktion eines Irish Cob sollte auf gleichem Niveau mit einem guten Raumgriff des Schrittes sein, welcher beides ist, gerade und schwungvoll.

IRISH PONY COB  -  Sektion C – Pony (128 cm bis 148 cm) 

Irish Pony Cobs sind die Pony Version der Irish Cobs, die nach dem Irish Cob Zuchtstandard beurteilt werden, wobei zu berücksichtigen ist, daß sie viele Pony Eigenschaften haben.

Interieur

Der Irish Cob sollte ein gutmütiges und fleißiges Wesen besitzen, mit einer freundlichen Veranlagung gegenüber Menschen und anderen Tierarten.

Zuchtgeschichte

Die Rasse Irish Cob (IC) ist eine sehr alte irische Pferderasse, die ursprünglich von den travelling people (= das fahrende Volk) gezüchtet wurde. Die travelling people züchteten Irish Cob zum Ziehen ihrer Wagen und auch zum Verkauf. Später kauften ihnen häufig Farmer die bunten Irish Cobs ab, um sie für die Feldarbeit zu nutzen oder wenn sie dafür nicht geeignet waren, um sie zur Jagd einzusetzen. Dadurch gewannen sie auch erheblichen Einfluß auf die Zucht der Rasse „The Hunter“.

Durch den zweiten Weltkrieg (1939 - 1945) und den Strukturwandel in der Landwirtschaft wurde auch diese Rasse, wie so viele andere Pferderassen, stark in ihrem Bestand gefährdet, so daß die bis dahin aufgebaute Zucht unterzugehen drohte. Zur Erhaltung dieser Zucht beschloß das irische Landwirtschaftsministerium die Gründung eines Zuchtbuches. Mit dieser Aufgabe wurde Mrs. Evelyn Flynn beauftragt. 1998 wurde von ihr die Irish Cob Society (ICS), die ursprünglich das Mutter - Zuchtbuch für die Rasse Irish Cob in Irland geführt hat, gegründet. Im Sommer 2005 hat das irische Landwirtschaftsministerium allerdings der Irish Cob Society die staatliche Anerkennung und damit auch die Berechtigung zur Führung des Mutterzuchtbuchs entzogen. Seit Anfang 2006 wird offiziell in Deutschland das Mutterzuchtbuch der Rasse Irish Cob vom European Coloured Horses Association - Europäischer Scheckenzucht - Verband e.V. (ECHA – ESV e. V.) geführt.

Als Irish Cob dürfen nach wie vor nur diejenigen Tiere bezeichnet werden, die als Irish Cob anerkannt worden sind. Diese Anerkennung bekommen nur Tiere, die dem Rassestandard der Irish Cob entsprechen.

Quelle(n)

© Ursula Flink, http://www.irish-cob.de

Foto-Galerie

Ursula Flink - http://www.irish-cob.de/
Ursula Flink - http://www.irish-cob.de/

Literatur

Irish Cob